Nachhaltige Geldanlage
Nachhaltige Geldanlage bedeutet, bei der Investition neben Rendite auch Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien zu berücksichtigen.
Die 3 Ansätze im Überblick:
1. ESG (Environment, Social, Governance):
• Moderater Filter: Schließt die schlechtesten ~25% aus
• Ca. 1.200 statt 1.500 Aktien (MSCI World ESG)
• TER: 0,18–0,20%
2. SRI (Socially Responsible Investing):
• Strenger Filter: Nur die besten ~25% bleiben
• Ca. 400 Aktien (MSCI World SRI)
• Kein Tabak, Waffen, Alkohol, Glücksspiel, Atomkraft, fossile Brennstoffe
3. PAB (Paris-Aligned Benchmark):
• Auf 1,5°C-Klimaziel ausgerichtet
• 50% weniger CO2-Intensität als Mutterindex
• Jährliche Dekarbonisierung von 7%
Performance-Vergleich (5 Jahre):
• MSCI World: ~10% p.a.
• MSCI World ESG: ~9,8% p.a.
• MSCI World SRI: ~9,5% p.a.
• Unterschied: Unter 0,5% – statistisch kaum relevant
Greenwashing-Gefahr:
• Nicht alles was „nachhaltig“ heißt, ist es auch
• EU-Offenlegungsverordnung (SFDR): Fonds müssen seit 2021 ihr Nachhaltigkeitsniveau offenlegen
• Artikel 8 („hellgrün“): Berücksichtigt Nachhaltigkeitsmerkmale
• Artikel 9 („dunkelgrün“): Hat ein konkretes Nachhaltigkeitsziel
Empfehlung:
Für breite Streuung: ESG-Variante (1.200 Aktien). Für maximale Nachhaltigkeit: SRI oder PAB. Performance-Einbußen sind minimal.
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