Startseite Finanzlexikon Patientenverfügung
← Alle 850 Begriffe im Finanzlexikon
🏥

Patientenverfügung

Erbschaftab 13 J.
Ein Dokument, in dem du festlegst, welche medizinischen Maßnahmen du im Ernstfall wünschst – oder ablehnst. Z.B.: Lebenserhaltende Maßnahmen ja oder nein?

Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Erklärung, welche medizinischen Maßnahmen du im Ernstfall wünschst oder ablehnst – für den Fall, dass du selbst nicht mehr entscheiden kannst.

Warum JEDER eine braucht:

• Ohne Verfügung entscheiden fremde Ärzte über lebenswichtige Behandlungen
• Nur ca. 45% der über 60-Jährigen haben eine
• Bei Jüngeren: Unter 10% – obwohl ein Unfall jeden treffen kann

Was muss drinstehen (BGH-Anforderungen):

Konkrete Situationen: Koma, Demenz, Sterbeprozess, Wachkoma
Konkrete Maßnahmen: Künstliche Beatmung, künstliche Ernährung, Dialyse, Wiederbelebung
JA oder NEIN zu jeder Maßnahme in jeder Situation
NICHT ausreichend: „Ich möchte keine lebensverlängernden Maßnahmen“ (zu vage!)

So erstellst du eine (kostenlos!):

Formulare: Bundesjustizministerium (BMJV), Verbraucherzentrale, Caritas – alle kostenlos
Notar: Nicht nötig! Handschriftlich oder ausgedruckt + Datum + Unterschrift reichen
Registrierung: Im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer (einmalig 20€)
Aktualisierung: Alle 2–3 Jahre unterschreiben („Geprüft am...“)

Wichtig: Die Patientenverfügung allein reicht NICHT – du brauchst zusätzlich eine Vorsorgevollmacht (wer setzt deinen Willen durch?) und am besten eine Betreuungsverfügung.

Wusstest du? Nur ca. 40% der über 60-Jährigen haben eine Patientenverfügung. Ohne sie entscheiden im Ernstfall fremde Ärzte über lebenswichtige Behandlungen.
Fehlt etwas oder geht es besser?
← Passive EinkommenPay Yourself First →

📚 Patientenverfügung verstanden?

Vertiefe dein Finanzwissen mit 60 kostenlosen Lernmodulen und 16 Rechnern.

📚 Zu den Lernpfaden →
🧮 Rechner📖 Lexikon
📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

Das könnte dich auch interessieren