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Tulpenmanie (1637)

Geschichteab 9 J.
Die erste dokumentierte Spekulationsblase der Geschichte: In den Niederlanden kostete eine einzige Tulpenzwiebel so viel wie ein Haus in Amsterdam. Dann platzte die Blase.

Die Tulpenmanie gilt als die erste große Spekulationsblase der Finanzgeschichte. In den 1630er Jahren wurden Tulpen in Holland zum Statussymbol – und ihre Preise explodierten.

Was passierte: Seltene Tulpenzwiebeln wurden wie Aktien gehandelt. Die Preise stiegen ins Absurde: Eine einzige „Semper Augustus“-Zwiebel kostete 10.000 Gulden – so viel wie ein Grachtenhaus in Amsterdam. Menschen verkäuften Häuser, um Tulpenzwiebeln zu kaufen.

Februar 1637: Die Blase platzte. Innerhalb weniger Tage fielen die Preise um 90%. Tausende Spekulanten verloren alles. Die Wirtschaft erholte sich, aber die Lektion blieb.

Warum es heute noch wichtig ist: Die Tulpenmanie zeigt zeitlose Muster: FOMO, Herdentrieb, „Diesmal ist alles anders“-Denken. Dieselben Muster sah man bei der Dotcom-Blase, dem Immobilienboom 2008 und dem Krypto-Hype.

Wusstest du? Auf dem Höhepunkt der Tulpenmanie kostete eine „Semper Augustus“-Zwiebel 10.000 Gulden. Zum Vergleich: Ein Handwerker verdiente damals ca. 300 Gulden im JAHR. Die Zwiebel war also 33 Jahresgehälter wert.
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📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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