Stell dir vor, dein Geld würde von alleine wachsen – ohne dass du etwas tun musst. Genau das passiert mit Zinsen! Dieses Modul erklärt Jugendlichen ab 11 Jahren, wie Zinsen funktionieren und warum der Zinseszins Albert Einsteins „achtes Weltwunder“ genannt wird.
Einfache Zinsen
Du leihst der Bank 1.000 Euro für ein Jahr. Die Bank sagt Danke und gibt dir 2% Zinsen = 20 Euro extra. Dein Geld hat für dich gearbeitet.
Der Zinseszins-Effekt
Im zweiten Jahr bekommst du Zinsen auf 1.020 Euro statt auf 1.000 Euro – also noch mehr! Mit jedem Jahr wächst der Betrag schneller. Das ist die Kraft des Zinseszinses.
❓ Häufige Fragen
Was ist der Zinseszins einfach erklärt?
Zinseszins bedeutet: Du bekommst Zinsen auf deine Zinsen. Im ersten Jahr wächst dein Geld um die Zinsen. Im zweiten Jahr bekommst du Zinsen auf den höheren Betrag – und so weiter.
Warum sind Zinsen für junge Menschen besonders wichtig?
Weil der Zinseszins-Effekt umso stärker wirkt, je länger man spart. Wer mit 15 anfängt zu sparen, hat mit 60 viel mehr als jemand, der mit 30 beginnt.
Gibt es auch negative Zinsen?
Die gab es wirklich: Von etwa 2020 bis 2022 verlangten viele Banken ein „Verwahrentgelt“ – wer viel Geld auf dem Konto hatte, musste dafür zahlen. Seit der Zinswende 2022/23 ist das praktisch verschwunden. Nicht verwechseln mit Kreditzinsen: Wer sich Geld leiht, zahlt der Bank Zinsen – dann arbeitet der Zins gegen einen. Deshalb sind Schulden teuer.
Wie hoch sind Zinsen aktuell?
Sparzinsen liegen in Deutschland bei ca. 2-4% (Stand 2026). Kreditzinsen bei 4-8%. Für langfristiges Sparen sind ETFs oft ertragreicher.