Dispositionseffekt
Der Dispositionseffekt beschreibt die Tendenz von Anlegern, Gewinne zu früh zu realisieren und Verluste zu lange auszusitzen.
Wie er funktioniert:
Aktie steigt (+30%): „Schnell verkaufen, bevor der Gewinn weg ist!“ → Du verkaufst mit 30% Gewinn. Die Aktie steigt danach um weitere 200%.
Aktie fällt (−40%): „Die erholt sich bestimmt. Wenn ich jetzt verkaufe, ist der Verlust real.“ → Du hältst. Die Aktie fällt auf −80%.
Warum passiert das?
• Verlustaversion: Verluste schmerzen 2x so stark wie Gewinne freuen
• Sunk Cost Fallacy: „Ich habe schon so viel investiert, jetzt kann ich nicht verkaufen“
• Selbstüberschätzung: „Ich weiß es besser als der Markt“
Was der Dispositionseffekt dich kostet:
Studien zeigen: Anleger die dem Dispositionseffekt unterliegen, erzielen im Schnitt 3–7% weniger Rendite pro Jahr als der Markt.
Gegenmittel:
✅ ETF-Sparplan (keine Einzelaktien = kein Dispositionseffekt)
✅ Feste Regeln: „Ich verkaufe nie vor 10 Jahren“
✅ Depot nicht täglich checken (was du nicht siehst, kann dich nicht emotional triggern)
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