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Dispositionseffekt

Psychologieab 13 J.
Anleger verkaufen Gewinner-Aktien zu früh („Gewinn sichern!“) und halten Verlierer-Aktien zu lange („Die erholt sich schon!“). Einer der teuersten Verhaltenfehler beim Investieren.

Der Dispositionseffekt beschreibt die Tendenz von Anlegern, Gewinne zu früh zu realisieren und Verluste zu lange auszusitzen.

Wie er funktioniert:

Aktie steigt (+30%): „Schnell verkaufen, bevor der Gewinn weg ist!“ → Du verkaufst mit 30% Gewinn. Die Aktie steigt danach um weitere 200%.

Aktie fällt (−40%): „Die erholt sich bestimmt. Wenn ich jetzt verkaufe, ist der Verlust real.“ → Du hältst. Die Aktie fällt auf −80%.

Warum passiert das?

Verlustaversion: Verluste schmerzen 2x so stark wie Gewinne freuen
Sunk Cost Fallacy: „Ich habe schon so viel investiert, jetzt kann ich nicht verkaufen“
Selbstüberschätzung: „Ich weiß es besser als der Markt“

Was der Dispositionseffekt dich kostet:

Studien zeigen: Anleger die dem Dispositionseffekt unterliegen, erzielen im Schnitt 3–7% weniger Rendite pro Jahr als der Markt.

Gegenmittel:

✅ ETF-Sparplan (keine Einzelaktien = kein Dispositionseffekt)
✅ Feste Regeln: „Ich verkaufe nie vor 10 Jahren“
✅ Depot nicht täglich checken (was du nicht siehst, kann dich nicht emotional triggern)

Wusstest du? Terrance Odean (UC Berkeley) analysierte 10.000 Broker-Konten und fand: Die Aktien die Anleger verkauften (Gewinner), stiegen danach im Schnitt stärker als die Aktien die sie behielten (Verlierer). Der Dispositionseffekt kostet bares Geld.
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📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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