Euro-Schuldenkrise
Die Euro-Schuldenkrise begann 2010, als mehrere Eurozone-Länder ihre Staatsschulden nicht mehr bedienen konnten.
Was passierte:
• Griechenland: Hatte jahrelang über seine Verhältnisse gelebt und Statistiken geschönt. Schuldenquote: über 180% des BIP. Rettungspakete: über 290 Mrd. Euro
• Irland: Bankenblase geplatzt. Staat musste Banken retten und wurde selbst zum Hilfsempfänger
• Portugal, Spanien: Immobilienblase + hohe Staatsverschuldung
• Italien: Drittgrößter Anleihemarkt der Welt – „too big to fail, too big to bail“
Die Rettung: Der „Euro-Rettungsschirm“ (EFSF/ESM) stellte hunderte Milliarden Euro bereit. EZB-Chef Mario Draghi sagte 2012 den berühmten Satz: „Whatever it takes“ – die EZB werde alles tun, um den Euro zu retten. Die Märkte beruhigten sich.
Folgen: Strenge Sparmaßnahmen in Griechenland (Renten gekürzt, Steuern erhöht, Massenarbeitslosigkeit). Die Krise prägte die europäische Politik über ein Jahrzehnt.
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