Geldpolitik
Geldpolitik ist die Steuerung der Wirtschaft durch die Zentralbank – in der Eurozone durch die EZB.
Das Hauptziel: Preisstabilität – also eine Inflationsrate von ca. 2%. Nicht zu hoch (Kaufkraftverlust), nicht zu niedrig (Deflationsgefahr).
Die Werkzeuge:
1. Leitzins:
• Zins erhöhen → Kredite werden teurer → weniger Konsum → Inflation sinkt
• Zins senken → Kredite werden billiger → mehr Konsum → Wirtschaft wird angeheizt
2. Anleihekauf (Quantitative Easing):
• EZB kauft Staatsanleihen → pumpt Geld in den Markt → Zinsen sinken
• 2015–2022: EZB kaufte über 4 Billionen Euro an Anleihen
3. Mindestreserve:
• Banken müssen einen Teil der Einlagen bei der EZB hinterlegen
• Erhöhung → weniger Geld im Umlauf
Für dich relevant: Die EZB-Zinsentscheidungen beeinflussen DIREKT deine Tagesgeldzinsen, Kreditkosten, Immobilienpreise und Aktienrenditen.
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