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Hyperinflation 1923

Geschichteab 9 J.
Als in Deutschland ein Brot 105 Milliarden Mark kostete. Die schlimmste Geldentwertung der deutschen Geschichte – und der Grund, warum Deutsche bis heute Inflation fürchten.

Die Hyperinflation von 1923 ist das traumatischste Finanzereignis der deutschen Geschichte. Innerhalb weniger Monate wurde die Mark völlig wertlos.

Die Zahlen sind unvorstellbar:

• Januar 1923: Ein Brot kostet 250 Mark
• September 1923: 1,5 Millionen Mark
• November 1923: 105 Milliarden Mark
• Preise verdoppelten sich alle 3–4 Tage

Was passierte: Deutschland musste nach dem Ersten Weltkrieg massive Reparationszahlungen leisten. Die Regierung druckte immer mehr Geld – was zu einer Spirale der Geldentwertung führte. Menschen transportierten Geld in Schubkarren. Löhne wurden zweimal täglich ausgezahlt, weil das Geld bis abends an Wert verlor.

Warum es heute noch wichtig ist: Diese Erfahrung prägt die deutsche Mentalität bis heute. Die Angst vor Inflation erklärt, warum Deutsche so sparsam sind, warum die Bundesbank so unabhängig war und warum viele Deutsche Bargeld bevorzugen.

Wusstest du? Im November 1923 druckte die Reichsbank den 100-Billionen-Mark-Schein – den höchsten Geldschein der deutschen Geschichte. Wenige Tage später war er nicht mal mehr ein Ei wert.
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📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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