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Optionsschein (Warrant)

BörseErwachsene
Ein von einer Bank ausgegebenes Hebelprodukt auf Aktien, Indizes oder Währungen. Ähnlich wie Optionen, aber mit Emittentenrisiko. In Deutschland das beliebteste Hebelprodukt – über 500.000 verschiedene verfügbar.

Ein Optionsschein (englisch: Warrant) ist ein von einer Bank (Emittent) herausgegebenes Wertpapier, das dem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).

Unterschied zu börsengehandelten Optionen:

Optionsschein: Von EINER Bank emittiert, Bank stellt die Kurse (OTC), Emittentenrisiko
Option (Eurex): Standardisiert, börsengehandelt, kein Emittentenrisiko

Kennzahlen die du verstehen musst:

Omega (Hebel): Um wie viel % steigt der Schein, wenn der Basiswert 1% steigt
Delta: Sensitivität gegenüber Kursveränderung des Basiswerts
Theta: Täglicher Zeitwertverlust (arbeitet GEGEN dich!)
Implizite Volatilität: Erwartete Schwankungsbreite (höher = teurer)

Das Zeitwert-Problem:

Optionsscheine verlieren JEDEN TAG an Wert – auch wenn der Basiswert sich nicht bewegt. Je näher das Laufzeitende, desto schneller schmilzt der Zeitwert. Du musst also nicht nur die Richtung richtig einschätzen, sondern auch den ZEITPUNKT.

Knock-out-Scheine: Berührt der Basiswert eine bestimmte Schwelle → Totalverlust, egal wie kurz die Berührung war.

Wusstest du? An deutschen Börsen sind über 500.000 verschiedene Optionsscheine gelistet – mehr als 100-mal so viele wie Aktien. Die meisten laufen wertlos aus. Trotzdem sind sie das beliebteste Hebelprodukt deutscher Privatanleger.
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📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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