Hebel (Leverage)
Leverage (Hebel) bedeutet, mit geliehenem Kapital die Wirkung eines Investments zu vervielfachen. Was nach schnellem Reichtum klingt, ist für Privatanleger einer der häufigsten Wege in große Verluste.
Wie der Hebel funktioniert:
Du hinterlegst eine Sicherheitsleistung (Margin) und bewegst ein Vielfaches davon am Markt:
• Hebel 5: 1.000€ Einsatz bewegt 5.000€. Kurs +2% = +100€ (+10%). Kurs −2% = −100€ (−10%)
• Hebel 10: 1.000€ Einsatz bewegt 10.000€. Kurs +1% = +100€. Kurs −1% = −100€
• Hebel 30: 1.000€ bewegt 30.000€. Kurs −3,3% = Totalverlust!
BaFin-Regulierung seit 2018 (ESMA):
• Aktien-CFDs: Max. Hebel 5:1
• Index-CFDs (DAX): Max. Hebel 20:1
• Forex (Hauptwährungen): Max. Hebel 30:1
• Krypto-CFDs: Max. Hebel 2:1
• Nachschusspflicht für Privatanleger verboten (seit 2017)
Die brutale Statistik:
Jeder CFD-Broker muss veröffentlichen, wie viele Kunden Geld verlieren. Die Zahlen: eToro: 77%, Plus500: 82%, IG: 75%, CMC Markets: 78%. Drei von vier Privatanlegern verlieren mit Hebelprodukten Geld.
Fazit: Hebelprodukte sind für professionelles Hedging konzipiert – nicht als Turbo für Privatanleger. Ein simpler ETF-Sparplan schlägt langfristig fast jeden Hebel-Trader.
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