Wandelanleihe
Eine Wandelanleihe (englisch: Convertible Bond) ist eine Anleihe, die dem Inhaber das Recht gibt, sie in Aktien des Emittenten umzuwandeln.
Wie funktioniert es?
• Du kaufst eine Anleihe mit festem Kupon (z.B. 2%)
• Du hast das RECHT (nicht die Pflicht), die Anleihe in Aktien umzutauschen
• Das Wandlungsverhältnis steht fest (z.B. 1 Anleihe = 20 Aktien)
• Wenn der Aktienkurs steigt: Wandeln lohnt sich → Gewinn wie bei Aktien
• Wenn der Aktienkurs fällt: Nicht wandeln → du bekommst trotzdem deine Anleihe + Zinsen zurück
Vorteile für Anleger:
• Downside Protection: Bei fallenden Kursen hast du immer noch die Anleihe als Boden
• Upside Participation: Bei steigenden Kursen profitierst du durch die Wandlung
• Regelmäßige Zinsen: Solange du nicht wandelst
Nachteile:
• Niedrigerer Kupon als normale Anleihen (weil du das Wandlungsrecht bekommst)
• Wandlungsprämie: Der effektive Aktienkurs bei Wandlung liegt über dem aktuellen Kurs
• Emittentenrisiko bleibt
Bei Startups:
Convertible Notes (Wandeldarlehen) sind das häufigste Frühphasen-Finanzierungsinstrument. Investoren geben einen Kredit, der bei der nächsten Finanzierungsrunde automatisch in Anteile gewandelt wird – oft mit 15–25% Discount auf die Bewertung.
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