Wie viel Taschengeld ist für welches Alter angemessen? Unser Taschengeld-Rechner basiert auf den offiziellen Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und hilft Eltern, den richtigen Betrag und die passende Auszahlungsform zu wählen.
Taschengeld-Tabelle 2026 (DJI-Empfehlung)
| Alter | Empfohlener Betrag | Auszahlung |
|---|
| 4–5 Jahre | 0,50–1,00 €/Woche | Wöchentlich |
| 6–7 Jahre | 1,50–2,00 €/Woche | Wöchentlich |
| 8–9 Jahre | 2,50–3,50 €/Woche | Wöchentlich |
| 10–11 Jahre | 18–25 €/Monat | Monatlich |
| 12–13 Jahre | 25–35 €/Monat | Monatlich |
| 14–15 Jahre | 35–50 €/Monat | Monatlich |
| 16–17 Jahre | 50–75 €/Monat | Monatlich |
Quelle: Deutsches Jugendinstitut (DJI), letzte Aktualisierung September 2024. Eine Pflicht zur Zahlung besteht nicht.
Wusstest du? Während bei den 5-Jährigen nur etwa 22% Taschengeld bekommen, sind es bei den 10-Jährigen bereits 76% und bei den 15-Jährigen sogar 93%. Je früher Kinder den Umgang mit eigenem Geld üben, desto sicherer werden sie im Erwachsenenalter mit Finanzen umgehen. (Quelle: DJI)
Wöchentlich oder monatlich?
Bis etwa 10 Jahre sollte Taschengeld wöchentlich ausgezahlt werden – jüngere Kinder können einen ganzen Monat noch nicht überblicken. Ab 10 Jahren empfehlen Jugendämter die Umstellung auf monatliche Auszahlung, damit Kinder lernen, größere Zeiträume finanziell zu planen.
Was sollten Kinder vom Taschengeld bezahlen?
Vom Taschengeld bezahlen Kinder persönliche Wünsche: Süßigkeiten, Comics, kleine Spielsachen. Eltern tragen weiterhin alle notwendigen Kosten: Lebensmittel, Kleidung, Schulmaterial und Freizeitaktivitäten. Ab 14 Jahren kann zusätzlich „Budgetgeld“ für festgelegte Bereiche (z.B. Kleidung, Handy) eingeführt werden.
❓ Häufige Fragen
Ab wann sollte mein Kind Taschengeld bekommen?
Kinderpsychologen und das Deutsche Jugendinstitut empfehlen den Einstieg mit der Einschulung, also etwa ab 6 Jahren. In diesem Alter verstehen Kinder, dass Geld einen Wert hat und gegen Dinge eingetauscht werden kann. Bei besonders interessierten Kindern kann man auch schon mit 4–5 Jahren starten – mit kleinen Beträgen von 50 Cent bis 1 Euro pro Woche.
Sollte Taschengeld an Bedingungen geknüpft sein?
Nein – und darin sind sich Pädagogen einig. Taschengeld ist ein Lernwerkzeug, kein Belohnungs- oder Bestrafungssystem. Kinder lernen den Umgang mit Geld am besten, wenn sie regelmäßig, verlässlich und unabhängig von ihrem Verhalten einen festen Betrag bekommen. Das empfehlen auch das Bundesfamilienministerium und das DJI ausdrücklich. Zusätzliche Aufgaben im Haushalt können aber separat vergütet werden.
Was tun, wenn das Taschengeld vor Ende der Woche aufgebraucht ist?
Das ist ein wichtiger Lernmoment! Widerstehe der Versuchung, nachzugeben. Dein Kind lernt gerade die vielleicht wichtigste Finanzlektion: Geld ist endlich und muss eingeteilt werden. Tröste es, aber erkläre ruhig, dass es nächste Woche wieder Geld bekommt. Beim nächsten Mal wird es besser planen – genau das ist der Lerneffekt.
Was ist Budgetgeld und ab wann ist es sinnvoll?
Budgetgeld ist zusätzliches Geld für festgelegte Ausgabenbereiche wie Kleidung, Handy oder ÖPNV. Das DJI empfiehlt Budgetgeld ab etwa 14 Jahren. Anders als beim Taschengeld müssen Jugendliche mit dem Budgetgeld bestimmte Kosten selbst decken – eine hervorragende Vorbereitung auf das eigenständige Leben.
Soll mein Kind sein Taschengeld auf ein Konto bekommen?
Ab etwa 12 Jahren empfiehlt das DJI ein eigenes Girokonto für Kinder. Das hilft, den Umgang mit bargeldlosem Geld und die Rolle von Banken zu verstehen. Viele Banken bieten kostenlose Jugendkonten mit Apps an, die einen guten Überblick über Einnahmen und Ausgaben geben. Für jüngere Kinder ist Bargeld aber besser – es ist greifbarer.