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Brutto vs. Netto

Brutto und Netto einfach erklärt: alle Abzüge 2026 einzeln aufgeschlüsselt, Brutto-Netto-Tabelle für 2.000–6.000 Euro und der Familien-Blick auf Steuerklassen.

🦊 Kurz gesagt: Brutto ist dein Gehalt vor Abzügen (steht im Arbeitsvertrag), Netto ist das, was tatsächlich auf dein Konto kommt. Dazwischen liegen Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge – je nach Einkommen und Steuerklasse insgesamt 26–39 %. Eselsbrücke: Brutto = brutal viel, Netto = net (nicht) so viel.

Was zwischen Brutto und Netto passiert

Vom Bruttogehalt gehen 2026 diese Posten ab (Arbeitnehmer-Anteile):

AbzugSatz (dein Anteil)Wofür?
Lohnsteuer0–45 %, progressivFinanziert den Staat; bis 12.348 €/Jahr (Grundfreibetrag) fällt keine an
Rentenversicherung9,3 %Deine gesetzliche Rente – du erwirbst Entgeltpunkte
Krankenversicherung7,3 % + halber Zusatzbeitrag (Ø 1,45 %)Arztbesuche, Krankenhaus, Medikamente
Pflegeversicherung1,8 % (+0,6 für Kinderlose ab 23)Pflege im Alter oder bei Krankheit
Arbeitslosenversicherung1,3 %Arbeitslosengeld, Förderung
ggf. Kirchensteuer8–9 % der Lohnsteuernur für Kirchenmitglieder

Den Arbeitgeber kostet dein Job übrigens mehr als dein Brutto: Er zahlt die Sozialversicherung noch einmal etwa hälftig obendrauf.

Brutto-Netto-Tabelle 2026

Steuerklasse 1, gesetzlich versichert, kinderlos, ohne Kirchensteuer – berechnet mit dem SaveFoxy-Gehaltsrechner:

Brutto/MonatNetto/MonatNetto-Quote
2.000 €ca. 1.478 €74 %
2.500 €ca. 1.771 €71 %
3.000 €ca. 2.057 €69 %
3.500 €ca. 2.336 €67 %
4.000 €ca. 2.609 €65 %
5.000 €ca. 3.135 €63 %
6.000 €ca. 3.648 €61 %

Dein persönliches Ergebnis – mit deiner Steuerklasse, Kindern und Kirchensteuer – liefert der Brutto-Netto-Rechner in Sekunden.

Der Familien-Blick: Steuerklassen und Kinder

Verheiratete können zwischen den Kombinationen 4/4 (beide verdienen ähnlich) und 3/5 (ein Gehalt deutlich höher) wählen – die Jahressteuer ist am Ende gleich, aber die monatliche Verteilung ändert sich spürbar. Pro Kind gibt es 2026 einen Kinderfreibetrag von 9.756 Euro pro Jahr (6.828 Euro Existenzminimum + 2.928 Euro Betreuungs-Freibetrag, beide Elternteile zusammen); ob er oder das Kindergeld günstiger ist, prüft das Finanzamt automatisch („Günstigerprüfung“) – unterhalb von etwa 75.000 Euro Jahreseinkommen gewinnt meist das Kindergeld.

Brutto und Netto gibt es auch beim Einkaufen

Auf Preisschildern steckt dieselbe Logik: Der Ladenpreis ist ein Brutto-Preis inklusive 19 % Mehrwertsteuer (7 % z. B. auf Lebensmittel). Und beim ersten eigenen Geld deines Kindes – Ausbildungsvergütung oder Minijob – lohnt der frühe Blick auf die Abrechnung: Ein Minijob bis 603 Euro (Grenze 2026, gekoppelt an den Mindestlohn) bleibt für den Arbeitnehmer praktisch abgabenfrei, ab der Ausbildung gelten die normalen Abzüge.

❓ Häufige Fragen

Was bedeutet Brutto und Netto?

Brutto ist das Gehalt vor allen Abzügen – es steht im Arbeitsvertrag. Netto ist der Betrag, der nach Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen auf dein Konto überwiesen wird. Die Begriffe kommen aus dem Italienischen: brutto = roh, netto = rein.

Wie viel bleibt von 3.000 Euro brutto übrig?

In Steuerklasse 1 (kinderlos, ohne Kirchensteuer) bleiben 2026 ca. 2.057 Euro netto – also rund 69 %. Mit anderer Steuerklasse, Kindern oder Kirchensteuer weicht der Wert ab; der SaveFoxy-Gehaltsrechner rechnet es exakt aus.

Welche Abzüge gibt es zwischen Brutto und Netto?

Fünf Posten: Lohnsteuer (progressiv), Rentenversicherung (9,3 %), Krankenversicherung (7,3 % plus halber Zusatzbeitrag), Pflegeversicherung (1,8 %, Kinderlose ab 23 +0,6) und Arbeitslosenversicherung (1,3 %). Kirchenmitglieder zahlen zusätzlich 8–9 % der Lohnsteuer als Kirchensteuer.

Wovon hängt mein Netto ab?

Von der Steuerklasse (1–6), der Zahl der Kinderfreibeträge, dem Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse, der Kirchenmitgliedschaft und der Höhe des Gehalts selbst – durch die Steuerprogression steigt der Abzugsanteil mit dem Einkommen.

Gilt Brutto/Netto auch bei Preisen?

Ja: Ladenpreise sind Brutto-Preise inklusive Mehrwertsteuer (19 %, ermäßigt 7 %). Händler rechnen untereinander mit Netto-Preisen. Das ist dieselbe Logik wie beim Gehalt: brutto vor, netto nach dem Abzug.

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📅 Stand: 17. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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