Aktienrente
Die Aktienrente (offiziell: Generationenkapital) ist ein staatlich verwalteter Kapitalstock, der am Aktienmarkt investiert wird, um die gesetzliche Rente zu stabilisieren.
Warum ist das nötig?
• Die gesetzliche Rente funktioniert im Umlageverfahren: Heutige Beitragszahler finanzieren heutige Rentner
• Problem: Immer weniger Beitragszahler, immer mehr Rentner (Babyboomer gehen in Rente)
• Ohne Reform: Beitragssatz müsste von 18,6% auf über 22% steigen
• Lösung: Kapitalerträge aus dem Generationenkapital sollen den Beitragssatz dämpfen
So funktioniert es:
• Der Staat baut einen Fonds auf (finanziert durch Schulden und Haushaltsmittel)
• Zielgröße: Ca. 200 Milliarden Euro
• Investition: Breit gestreut in Aktien weltweit (nach norwegischem Vorbild)
• Erträge (nicht das Kapital!): Fließen ab ~2035 in die Rentenversicherung
• Bei 4% realer Rendite: ca. 8–10 Mrd. Euro pro Jahr
Vergleich mit anderen Ländern:
• Norwegen: Staatsfonds 1,7 Billionen Dollar – weltgrößter Souveränfonds
• Schweden: AP-Fonds seit 2000, erfolgreich
• Kanada: CPP Investment Board, 570 Mrd. Dollar
• Deutschland: Später Start, aber besser spät als nie
Kritik:
• 200 Mrd. reichen nicht: Rentenausgaben liegen bei 370+ Mrd./Jahr – der Fonds deckt nur einen Bruchteil
• Schuldenfinanziert: Der Staat leiht sich Geld um es in Aktien zu investieren – riskant?
• Politisches Risiko: Künftige Regierungen könnten den Fonds zweckentfremden
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