Bausparen vs. ETF-Sparplan
Zwei beliebte Sparformen im Direktvergleich – aber sie verfolgen völlig unterschiedliche Ziele.
Bausparvertrag:
• Guthabenzins: ~0,5% p.a. (real NEGATIV bei 2%+ Inflation)
• Abschlusskosten: 1–1,6% der Bausparsumme (z.B. 500–800€ bei 50.000€)
• Wohnungsbaupräamie: 10% auf max. 700€/Jahr = 70€/Jahr (Singles, Einkommensgrenze 35.000€)
• Darlehenszins: 1–2,5% garantiert – der eigentliche Vorteil
• Zweckbindung: Wohnwirtschaftliche Verwendung erforderlich (kaufen, bauen, renovieren)
ETF-Sparplan:
• Historische Rendite: 7–8% p.a. (MSCI World, langfristig)
• Kosten: 0,10–0,22% TER (extrem günstig)
• Flexibilität: Jederzeit verkäuflich, kein Zweck
• Risiko: Kurzfristige Schwankungen (aber langfristig positiv)
Rendite-Vergleich (200€/Monat, 15 Jahre):
• Bausparen: 36.000€ eingezahlt → ca. 37.500€ (inkl. Prämien, nach Kosten)
• ETF-Sparplan (7%): 36.000€ eingezahlt → ca. 63.000€
• Differenz: ~25.500€ zugunsten des ETF-Sparplans!
Wann Bausparen trotzdem sinnvoll ist:
• Du planst konkret in 5–10 Jahren eine Immobilie zu kaufen
• Du willst dir den niedrigen Darlehenszins von heute sichern
• Du erfüllst die Einkommensgrenze für die Wohnungsbaupräamie
• Du brauchst die Disziplin eines festen Sparvertrags
Fazit: Für reinen Vermögensaufbau: ETF-Sparplan. Für konkrete Immobilienplanung: Bausparen kann als Zinssicherung sinnvoll sein – aber NUR als kleiner Teil des Plans.
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