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Chartanalyse

BörseErwachsene
Aktienkurse anhand von Kursmustern und Trends vorhersagen. Nutzt Grafiken statt Unternehmensdaten. Unter Wissenschaftlern umstritten – oft nicht besser als Münzwurf.

Die Chartanalyse (Technische Analyse) versucht, zukünftige Kursbewegungen aus vergangenen Kursmustern abzuleiten. Analysten suchen nach Formationen wie „Kopf-Schulter“, „Doppelboden“ oder Trendlinien.

Beliebte Werkzeuge: Gleitende Durchschnitte, Relative-Stärke-Index (RSI), Bollinger-Bänder, Candlestick-Charts, Widerstandslinien und Unterstützungen.

Das Problem: Die Wissenschaft ist skeptisch. Studien zeigen, dass Chartanalyse langfristig nicht zuverlässig besser funktioniert als Zufall. Die Hypothese effizienter Märkte besagt: Alle verfügbaren Informationen sind bereits im Kurs eingepreist. Vergangene Kursmuster sagen nichts über die Zukunft.

Empfehlung: Für Privatanleger ist ein ETF-Sparplan (Buy and Hold) deutlich erfolgsversprechender als der Versuch, den Markt per Chartanalyse zu timen.

Wusstest du? In einem berühmten Experiment ließ ein Professor Studenten zufällig Aktien auswählen und einen Affen Dartpfeile auf eine Liste werfen. Beide schlugen die meisten professionellen Chartanalysten.
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📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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