Dunning-Kruger-Effekt
Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt die kognitive Verzerrung, dass Menschen mit wenig Wissen ihre Fähigkeiten systematisch überschätzen.
Die 4 Phasen:
• Phase 1 – Unbewusste Inkompetenz: „Ich weiß nicht, was ich nicht weiß“
• Phase 2 – „Mount Stupid“: Ein bisschen Wissen, maximales Selbstvertrauen. „Aktien? Easy, ich schau ein paar Videos“
• Phase 3 – „Tal der Verzweiflung“: Erste Verluste, Erkenntnis wie komplex alles ist
• Phase 4 – Bewusste Kompetenz: Echtes Wissen aufgebaut, realistische Selbsteinschätzung
Dunning-Kruger in der Finanzwelt:
• Daytrading-Anfänger: Nach 3 erfolgreichen Trades denken sie, sie haben „den Markt verstanden“
• Krypto-Hype: Einsteiger die 2021 Bitcoin bei 60.000$ kauften, weil „es kann nur steigen“
• Finfluencer: 22-Jährige die nach 2 Jahren Börse „Finanzexperte“ in der Bio haben
• Hedge-Fonds-Manager: Selbst Profis mit 20 Jahren Erfahrung schlagen den Index meist nicht
Gegenmittel:
• Demut: Die wichtigsten Investoren (Buffett, Bogle, Sharpe) empfehlen simple ETF-Portfolios
• Track Record: Schreib deine Trades auf – die meisten „Genies“ verlieren über 1+ Jahre
• Checkliste: Bevor du investierst: „Was genau weiß ICH, was der Markt nicht weiß?“ (Antwort: meistens nichts)
• Indexfonds: Akzeptiere den Marktdurchschnitt – damit schlägst du 90% der Profis
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