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Gini-Koeffizient

WirtschaftErwachsene
Das Maß für Ungleichheit: 0 = perfekte Gleichheit (alle haben gleich viel). 1 = perfekte Ungleichheit (einer hat alles). Deutschland: 0,31 (Einkommen), 0,78 (Vermögen!).

Der Gini-Koeffizient misst die Ungleichheit der Verteilung von Einkommen oder Vermögen in einer Gesellschaft.

Skala:

0: Perfekte Gleichheit (alle haben exakt gleich viel)
1: Perfekte Ungleichheit (eine Person hat alles, alle anderen nichts)
Unter 0,25: Sehr geringe Ungleichheit (skandinavische Länder)
0,25–0,35: Moderate Ungleichheit (Westeuropa)
0,35–0,50: Hohe Ungleichheit (USA, China)
Über 0,50: Extreme Ungleichheit (Südafrika, Brasilien)

Deutschland:

Einkommens-Gini: 0,31 – moderat, ähnlich wie Frankreich
Vermögens-Gini: 0,78 (!!) – einer der höchsten in Europa
• Das bedeutet: Die Einkommen sind relativ gleich verteilt, aber das VERMÖGEN ist extrem ungleich

Warum der Vermögens-Gini so hoch ist:

• Niedrige Wohneigentumsquote (Mieter bauen kein Immobilienvermögen auf)
• Starker Sozialstaat („Der Staat kümmert sich“ → weniger private Vorsorge)
• Späte Einführung kapitalgedeckter Altersvorsorge

Wusstest du? Südafrika hat den höchsten Gini-Koeffizienten der Welt (0,63 für Einkommen) – ein Erbe der Apartheid. Das reichste 10% der Südafrikaner besitzt über 85% des Gesamtvermögens.
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📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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