Konjunkturzyklus
Der Konjunkturzyklus beschreibt die regelmäßigen Schwankungen der Wirtschaftsaktivität zwischen Wachstum und Schrumpfung.
Die 4 Phasen:
1. Aufschwung (Expansion): BIP wächst, Unternehmen investieren, Arbeitslosigkeit sinkt, Löhne steigen
2. Boom (Hochkonjunktur): Wirtschaft auf Höchststand, Vollbeschäftigung. Gefahr: Überhitzung, Inflation, Spekulationsblasen
3. Abschwung (Rezession): BIP schrumpft (technisch: 2 Quartale hintereinander), Entlassungen, Konsumzurückhaltung
4. Talsohle (Depression): Tiefpunkt. Beginn der Erholung wenn Zinsen sinken und Staat gegensteuert
Deutschland: Zyklen seit 1950:
• Typische Dauer: 7–10 Jahre
• 8 Rezessionen in 75 Jahren (im Schnitt alle 9 Jahre)
• Schwerste: 2009 (−5,7% BIP, Finanzkrise)
• Kürzeste: 2020 (Corona, 1 Quartal, schnellste Erholung der Geschichte)
Wo steht Deutschland 2025/2026?
• Prolongierte Stagnation: 3 Jahre ohne nennenswertes Wachstum (2023–2025)
• ifo-Geschäftsklimaindex: 86,4 Punkte (März 2026) – unter der neutralen Schwelle
• Belastungen: Hohe Energiepreise, US-Zölle, geopolitische Spannungen
• Paradox: DAX auf Allzeithoch, obwohl deutsche Wirtschaft schwach – weil DAX-Firmen 80% ihres Umsatzes im Ausland machen
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