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Mindestreserve

Wirtschaftab 13 J.
Der Prozentsatz der Kundeneinlagen, den Banken bei der EZB hinterlegen MÜSSEN. Aktuell 1%. Begrenzt die Giralgeldschöpfung und ist ein Instrument der Geldpolitik.

Die Mindestreserve ist der Anteil der Kundeneinlagen, den Geschäftsbanken als Reserve bei der Zentralbank halten müssen.

Aktuelle Regelung (EZB):

Mindestreservesatz: 1% (seit 2012, vorher 2%)
• Basis: Bestimmte Verbindlichkeiten (Sichteinlagen, Termineinlagen bis 2 Jahre)
• Verzinsung: Seit September 2023 mit 0% (vorher zum Einlagensatz)

Wie funktioniert es?

• Hat eine Bank 10 Milliarden Euro Kundeneinlagen, muss sie 100 Millionen Euro (1%) bei der EZB parken
• Mit dem Rest (99%) kann sie Kredite vergeben und Investitionen tätigen

Zweck der Mindestreserve:

Geldschöpfung begrenzen: Ohne Mindestreserve könnten Banken theoretisch unbegrenzt Kredit schöpfen
Stabilität: Puffer für unerwartete Abhebungen
Geldpolitik: EZB kann durch Änderung des Satzes die Kreditvergabe steuern

Giralgeldschöpfung (Geldschöpfungsmultiplikator):

Theoretisch kann bei 1% Mindestreserve aus 100€ Zentralbankgeld bis zu 10.000€ Giralgeld entstehen (Multiplikator = 1/0,01 = 100). In der Praxis wirken aber viele andere Faktoren begrenzend.

Internationaler Vergleich:

EZB: 1%
USA (Fed): 0% (seit März 2020 abgeschafft!)
China: ~7,5% (deutlich restriktiver)

Wusstest du? Die USA haben die Mindestreserve im März 2020 auf 0% gesenkt – Banken müssen also GAR KEIN Geld bei der Fed hinterlegen. Die EZB hält an 1% fest, hat aber die Verzinsung auf 0% gesenkt, um die Gewinne der Banken zu begrenzen.
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📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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