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Nudging

Psychologieab 13 J.
„Anstupsen“: Durch geschickte Gestaltung werden Menschen zu besseren Entscheidungen geführt – ohne Verbote. Beispiel: Opt-out statt Opt-in bei der Betriebsrente erhöht die Teilnahme von 30% auf 90%.

Nudging („Anstupsen“) ist ein Konzept aus der Verhaltensökonomie: Menschen werden durch geschickte Gestaltung („Choice Architecture“) zu besseren Entscheidungen geführt – ohne Zwang, ohne Verbote, ohne finanzielle Anreize.

Finanz-Nudges die funktionieren:

1. Default-Effekt (Opt-out statt Opt-in):

• Betriebsrente: Wenn Mitarbeiter automatisch angemeldet werden (und aktiv abmelden müssten), steigt die Teilnahme von 30% auf über 90%
• Organspende: Länder mit Opt-out (jeder ist Spender, es sei denn man widerspricht) haben 90%+ Spenderquote vs. 20% bei Opt-in

2. Automatische Steigerung:

• „Save More Tomorrow“: Sparrate steigt automatisch bei jeder Gehaltserhöhung. Ergebnis: Sparquote verdreifacht sich in 4 Jahren

3. Soziale Norm:

• „80% deiner Nachbarn haben ihren Stromverbrauch gesenkt“ → Du machst es auch

4. Vereinfachung:

• Je einfacher der Zugang (z.B. ETF-Sparplan mit 1 Klick), desto mehr Menschen nutzen es

Wie DU Nudging nutzen kannst:

✅ Sparplan automatisch einrichten (Default: Sparen)
✅ Kreditkarte aus dem Portemonnaie nehmen (Aufwand erhöhen für Konsum)
✅ Spar-App installieren die dich an Ziele erinnert

Wusstest du? Richard Thaler erhielt 2017 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften – unter anderem für seine Arbeit zum Nudging. Sein Buch „Nudge“ hat die Politik weltweit beeinflusst – Großbritannien hat sogar ein „Nudge Unit“ in der Regierung.
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📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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