Startseite Finanzlexikon Progressionsvorbehalt
← Alle 850 Begriffe im Finanzlexikon
💡

Progressionsvorbehalt

SteuernErwachsene
Bestimmte steuerfreie Einkünfte (Elterngeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld) erhöhen den Steuersatz für das restliche Einkommen.

Der Progressionsvorbehalt bedeutet: Bestimmte steuerfreie Einnahmen erhöhen trotzdem deinen Steuersatz auf das übrige Einkommen.

Was dem Progressionsvorbehalt unterliegt:

Elterngeld
Kurzarbeitergeld
Arbeitslosengeld I
Krankengeld
Mutterschaftsgeld
Insolvenzgeld

Wie funktioniert es?

• Die steuerfreie Leistung wird zum Einkommen dazugerechnet (nur für die Steuersatz-Berechnung)
• Auf das ECHTE Einkommen wird dann der höhere Steuersatz angewendet
• Die Leistung selbst bleibt steuerfrei

Rechenbeispiel (Elterngeld):

• Einkommen (Partner): 35.000€ → normaler Steuersatz: ca. 20%
• Plus Elterngeld: 14.000€ → fiktives Einkommen: 49.000€ → Steuersatz: ca. 26%
Ergebnis: Die 35.000€ werden mit 26% statt 20% besteuert
Nachzahlung: Ca. 2.100€ mehr Steuern als erwartet!

Deshalb: Viele Eltern erschrecken bei der Steuererklärung nach dem Elterngeldbezug – plötzlich kommt eine Nachzahlung von 1.000–3.000€.

Tipp: Steuerklassenwechsel VOR der Geburt (III für den Elterngeld-Beziehenden) reduziert nicht nur die Nachzahlung, sondern erhöht auch das Elterngeld selbst.

Wusstest du? Elterngeld ist zwar steuerfrei, erhöht aber den Steuersatz auf das übrige Einkommen. Bei vielen jungen Familien führt das zu überraschenden Steuernachzahlungen von über 1.000 Euro.
Fehlt etwas oder geht es besser?
← ProbezeitProgressiver Steuertarif →

📚 Progressionsvorbehalt verstanden?

Vertiefe dein Finanzwissen mit 60 kostenlosen Lernmodulen und 16 Rechnern.

📚 Zu den Lernpfaden →
🧮 Rechner📖 Lexikon
📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

Das könnte dich auch interessieren