Rürup vs. Riester
Die beiden geförderten Altersvorsorge-Modelle im Direktvergleich.
Riester-Rente:
• Für wen: Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung
• Förderung: Zulagen (175€/Jahr Grundzulage, 185–300€/Kind) ODER Sonderausgabenabzug (max. 2.100€)
• Eigenbeitrag: 4% des Vorjahres-Brutto minus Zulagen
• Beitragsgarantie: Ja (100% der Einzahlungen garantiert) – und genau DAS ist das Problem
• Besteuerung: Rente wird voll besteuert (nachgelagerte Besteuerung)
• Zukunft: Wird 2027 durch das Altersvorsorgedepot abgelöst
Rürup-Rente (Basisrente):
• Für wen: Selbstständige, Freiberufler, Gutverdiener
• Förderung: Steuerlicher Sonderausgabenabzug bis 27.566€/Jahr (2025, Ledige)
• Steuereffekt: Bei 42% Grenzsteuersatz: Bis zu 11.577€ Steuerersparnis pro Jahr
• Keine Zulagen, keine Beitragsgarantie-Pflicht
• Besteuerung: Rente wird voll besteuert
• NICHT kündbar! Kein Kapitalwahlrecht (nur monatliche Rente)
Wer profitiert wovon?
• Riester lohnte sich für: Familien mit Kindern (Kinderzulagen 300€/Kind/Jahr), Geringverdiener
• Rürup lohnt sich für: Selbstständige (kein Zugang zu Riester), Gutverdiener mit Spitzensteuersatz
• Keins von beiden: Für die meisten ist ein ETF-Sparplan + ggf. Altersvorsorgedepot (ab 2027) die bessere Wahl
Kritik an beiden:
• Riester: Zu hohe Kosten, zu niedrige Rendite (Beitragsgarantie = keine Aktien), wird ersetzt
• Rürup: Nicht kündbar, nicht vererbbar (nur an Ehepartner), nur als Rente (kein Kapital)
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