Weltwirtschaftskrise 1929
Die Weltwirtschaftskrise von 1929 war die verheerendste Wirtschaftskrise der modernen Geschichte – mit Auswirkungen die Jahrzehnte nachwirkten.
Chronologie:
• 24. Oktober 1929 („Schwarzer Donnerstag“): Panikverkäufe an der Wall Street
• 29. Oktober 1929 („Schwarzer Dienstag“): 16 Millionen Aktien verkauft – Rekord
• 1929–1932: Dow Jones fällt von 381 auf 41 Punkte (−89%)
• 1933: Franklin D. Roosevelt wird Präsident, startet den „New Deal“
• 1954: Dow Jones erreicht erst wieder das Niveau von 1929 – 25 Jahre später
Ursachen:
• Spekulation auf Kredit: Aktien wurden massenhaft auf Pump gekauft (Margin bis 90%)
• Überproduktion: Fabriken produzierten mehr als konsumiert wurde
• Bankenzusammenbrüche: Keine Einlagensicherung – Menschen verloren ALLES
• Gold-Standard: Verhinderte flexible Geldpolitik
• Protektionismus: Smoot-Hawley-Zölle erstickten den Welthandel
Auswirkungen auf Deutschland:
• 6 Millionen Arbeitslose (33% Arbeitslosenquote)
• Rückzug der US-Kredite (Dawes-Plan, Young-Plan)
• Bankenkrise 1931 (Dresdner Bank, Danat-Bank)
• Politische Radikalisierung – Aufstieg der NSDAP
Was wir daraus gelernt haben:
• Einlagensicherung: Eingeführt damit Sparer ihr Geld nicht verlieren
• Zentralbanken: Fed/EZB dürfen flexibel reagieren (Zinsen, Geldmenge)
• Konjunkturprogramme: Staat kann in Krisen gegensteuern (Keynes)
• Internationale Kooperation: G7, G20, IWF verhindern Protektionismus-Spiralen
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