Working Capital
Working Capital (Betriebskapital) zeigt, wie viel Geld einem Unternehmen für den täglichen Geschäftsbetrieb zur Verfügung steht.
Formel:
Working Capital = Umlaufvermögen − kurzfristige Verbindlichkeiten
Bestandteile:
Umlaufvermögen (+):
• Kassenbestand und Bankguthaben
• Forderungen (Rechnungen die Kunden noch bezahlen müssen)
• Vorräte (Lagerbestand, Rohstoffe)
Kurzfristige Verbindlichkeiten (−):
• Lieferantenrechnungen
• Kurzfristige Kredite
• Steuerschulden, Löhne
Interpretation:
• Positiv: Unternehmen kann seine kurzfristigen Schulden bezahlen – gut!
• Negativ: Unternehmen hat nicht genug Geld für laufende Kosten – Alarmsignal!
• Zu hoch: Kapital ist unproduktiv gebunden (zu viel Lager, zu lange Zahlungsziele)
Cash Conversion Cycle:
Wie schnell wird Geld, das in Vorräte fließt, durch Verkäufe wieder zu Geld? Amazon hat einen negativen Cash Conversion Cycle – sie kassieren vom Kunden, BEVOR sie den Lieferanten bezahlen. Genial.
Für Selbstständige und Gründer:
• Die häufigste Insolvenzursache ist NICHT mangelnder Gewinn, sondern Liquiditätsengpass
• Ein Unternehmen kann profitabel sein und trotzdem pleitegehen, wenn die Kunden zu spät zahlen
• Faustregel: 3 Monatsausgaben als Liquiditätsreserve vorhalten
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