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Wohnungsnot

Wirtschaftab 9 J.
Deutschland fehlen 550.000 bis 1,4 Millionen Wohnungen. Ziel: 400.000 neue Wohnungen/Jahr – Realität: Nur 252.000 (2024). Über 474.000 Menschen sind wohnungslos. Die Krise trifft längst die Mittelschicht.

Die Wohnungsnot in Deutschland ist eine der größten sozialen Herausforderungen – und sie verschärft sich weiter.

Zahlen:

Wohnungsdefizit: 550.000–1,4 Millionen Wohnungen (je nach Studie)
Bau-Ziel: 400.000 neue Wohnungen/Jahr (Koalitionsvertrag)
Realität 2024: Nur 252.000 Fertigstellungen
Prognose 2025: Nur 235.000 – weiter sinkend
Wohnungslose: Über 474.000 Menschen (+8% in einem Jahr)
Überbelegt: 9,6 Mio. Menschen (11%) leben in zu kleinen Wohnungen

Ursachen:

Baugenehmigungen: Seit 2022 um 43% eingebrochen
Materialpreise: +34% seit 2021
Bauloehne: +18% seit 2021
Zinsen: Baufinanzierung von 1% (2021) auf 3,5–4% gestiegen
Viele Genehmigungen werden nicht umgesetzt – weil sich das Bauen nicht mehr rechnet

Mietpreisentwicklung:

Bundesweit: ~11,40€/m² (Angebotsmieten)
München: 22,82€/m² | Berlin: 17,98€/m² | Frankfurt: 17,32€/m²
• Extreme Anstiege in ehemaligen „Billigstädten“: Leipzig +45% in 4 Jahren

Was die Politik tut:

„Bauturbo“-Gesetz (Okt. 2025): 5 Jahre Abweichungen vom Bauplanungsrecht für Kommunen
Mietpreisbremse: Verlängert bis Ende 2029
Forderung IG BAU: 11 Mrd.€/Jahr für 100.000 Sozialwohnungen

Wusstest du? Die Wohnungsnot trifft längst die Mittelschicht: Lehrkräfte, Pflegekräfte und Angestellte mit stabilem Einkommen finden in Großstädten kein bezahlbares Zuhause mehr. In München gibt ein Durchschnittsverdiener über 40% seines Nettoeinkommens für die Kaltmiete aus.
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📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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