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Liquiditätsplanung

Gründerab 13 J.
Vorausschauend planen, ob genug Geld für alle Ausgaben da ist. Die häufigste Insolvenzursache ist nicht mangelnder Gewinn, sondern fehlende Liquidität – wenn die Rechnung fällig ist, aber das Konto leer.

Liquiditätsplanung bedeutet, alle erwarteten Einzahlungen und Auszahlungen für die kommenden Wochen und Monate vorherzusagen, um Engpässe frühzeitig zu erkennen.

Warum es die wichtigste Planung überhaupt ist:

82% aller Insolvenzen haben Liquiditätsprobleme als Ursache (nicht fehlenden Gewinn!)
• Ein Unternehmen kann profitabel sein und trotzdem pleitegehen
• Beispiel: Du hast Aufträge für 100.000€, aber der Kunde zahlt erst in 90 Tagen. Deine Miete und Gehälter sind aber JETZT fällig.

Aufbau eines Liquiditätsplans:

Einzahlungen:

• Kundenzahlungen (wann kommen sie WIRKLICH?)
• Kredit-Auszahlungen
• Förderungen, Steuererstattungen

Auszahlungen:

• Gehälter und Sozialabgaben (monatlich fix)
• Miete, Versicherungen (monatlich fix)
• Lieferantenrechnungen (variabel)
• Steuern (quartalsweise: USt-Voranmeldung, Steuervorauszahlung)
• Investitionen

Planungshorizonte:

Kurzfristig: 4–13 Wochen (wochengenau)
Mittelfristig: 3–12 Monate (monatsgenau)
Langfristig: 1–3 Jahre (quartalsgenau)

Faustregel für Selbstständige und Familien:

Unternehmen: Immer mindestens 3 Monate Fixkosten als Reserve
Privathaushalt: 3–6 Monatsnettogehälter als Notgroschen
• Cash-Puffer = Handlungsfähigkeit und ruhiger Schlaf

Wusstest du? Laut einer Studie der Creditreform haben 82% der insolventen Unternehmen in Deutschland nicht zu wenig Gewinn – sondern zu wenig Liquidität. Sie konnten fällige Rechnungen nicht bezahlen, obwohl genug Aufträge da waren.
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📅 Stand: 10. Juli 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber SaveFoxyFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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