Liquiditätsplanung
Liquiditätsplanung bedeutet, alle erwarteten Einzahlungen und Auszahlungen für die kommenden Wochen und Monate vorherzusagen, um Engpässe frühzeitig zu erkennen.
Warum es die wichtigste Planung überhaupt ist:
• 82% aller Insolvenzen haben Liquiditätsprobleme als Ursache (nicht fehlenden Gewinn!)
• Ein Unternehmen kann profitabel sein und trotzdem pleitegehen
• Beispiel: Du hast Aufträge für 100.000€, aber der Kunde zahlt erst in 90 Tagen. Deine Miete und Gehälter sind aber JETZT fällig.
Aufbau eines Liquiditätsplans:
Einzahlungen:
• Kundenzahlungen (wann kommen sie WIRKLICH?)
• Kredit-Auszahlungen
• Förderungen, Steuererstattungen
Auszahlungen:
• Gehälter und Sozialabgaben (monatlich fix)
• Miete, Versicherungen (monatlich fix)
• Lieferantenrechnungen (variabel)
• Steuern (quartalsweise: USt-Voranmeldung, Steuervorauszahlung)
• Investitionen
Planungshorizonte:
• Kurzfristig: 4–13 Wochen (wochengenau)
• Mittelfristig: 3–12 Monate (monatsgenau)
• Langfristig: 1–3 Jahre (quartalsgenau)
Faustregel für Selbstständige und Familien:
• Unternehmen: Immer mindestens 3 Monate Fixkosten als Reserve
• Privathaushalt: 3–6 Monatsnettogehälter als Notgroschen
• Cash-Puffer = Handlungsfähigkeit und ruhiger Schlaf
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