Soll vs. Haben
Soll und Haben sind die zwei Seiten jeder Buchung in der doppelten Buchführung – die Grundlage des gesamten Rechnungswesens.
Das Grundprinzip:
• Soll: Linke Seite eines Kontos – Mittelverwendung (Wohin fließt das Geld?)
• Haben: Rechte Seite eines Kontos – Mittelherkunft (Woher kommt das Geld?)
• JEDE Buchung: Soll an Haben (mindestens 2 Konten betroffen)
Einfache Eselsbrücke:
„Soll“ und „Haben“ bedeuten NICHT „soll ich haben“ oder „ich habe“. Es sind einfach die Namen für links und rechts.
Beispiele:
Kunde zahlt 1.000€ Rechnung per Überweisung:
• Soll: Bank (+1.000€) – Geld kommt auf dein Konto
• Haben: Forderungen (−1.000€) – Forderung ist erfüllt
Du kaufst Büromaterial für 200€ bar:
• Soll: Büromaterial-Aufwand (+200€) – Aufwand entsteht
• Haben: Kasse (−200€) – Bargeld geht raus
Kontotypen und ihre Logik:
• Aktivkonten (Vermögen): Zugang im Soll, Abgang im Haben
• Passivkonten (Schulden, EK): Zugang im Haben, Abgang im Soll
• Aufwandskonten: Aufwand im Soll (Kosten mindern den Gewinn)
• Ertragskonten: Ertrag im Haben (Einnahmen erhöhen den Gewinn)
Warum wichtig für Selbstständige?
• Ab 600.000€ Umsatz oder 60.000€ Gewinn: Pflicht zur doppelten Buchführung
• GmbH und UG: IMMER doppelte Buchführung Pflicht
• Kleinere Unternehmen: Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) reicht
📚 Soll vs. Haben verstanden?
Vertiefe dein Finanzwissen mit 60 kostenlosen Lernmodulen und 16 Rechnern.
📚 Zu den Lernpfaden →Das könnte dich auch interessieren